Oft gefragt (FAQ)

Übersicht:

Camping

Haustiere - Mitnahme

Spektakuläres

Unterkunft

Walfang

Wandern

Wetter



 

Anreise/Lage

Wo liegen die Färöer und wie komme ich dahin?

    Die Färöer liegen etwa auf halbem Weg zwischen Norwegen, Schottland und Island.

    Für die Anreise gibt es zwei Möglichkeiten: mit der Fähre und mit dem Flugzeug.
    Fähre: Die Autofähre NORRÖNA fährt von Hirtshals in Nordjütland (Dänemark) aus in den Nordatlantik. Sie läuft neben den Färöern auch Island an. Die jüngst noch von Bergen in Norwegen über Schottland aus führende Verbindung wurde leider eingestellt.
    Flugzeug: Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen geht es von Kopenhagen und einigen jütländischen Flughäfen, vor allem von Billund aus auf die Färöer, zum anderen kann man während der Sommersaison auch von London und Schottland aus auf die Färöer fliegen.

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Auto fahren (1)

In diesem Sommer will ich per PKW und der NORRÖNA nach Island. Dabei und muss ich zwei Tage auf den Färöern verbringen. Was kann ich da sinnvoller Weise besichtigen?

    Ich nehme an, dass Sie Ihre "Kriegskasse" im Hinblick auf die in Island zu erwartenden recht hohe Preise nicht unnötig plündern wollen. Da sollten Sie sich auf Touren auf den beiden Hauptinseln Streymoy und Eysturoy beschränken, auch wenn Ihnen damit der Besuch der meiner Meinung nach für Auto-Touristen schönsten Insel verwehrt bleibt: Suðuroy. Die Fährüberfahrt dorthin und zurück dauert - gemessen an der zur Verfügung stehenden Zeit - einfach zu lange.
    Ein Muss: Die Besichtigung von Kirkjubøur mit dem alten Königshof, der im Mittelalter als Bischofssitz diente und der nie vollendeten Kathedrale im Klein-Format. Es bietet sich an, den Weg dorthin als Wanderung über die Berge zu bewältigen. Dabei bieten sich - gutes Wetter vorausgesetzt - herrliche Ausblicke auf die westlich vorgelagerten Inseln Hestur und Koltur.
    Außerdem ein Muss: Die Exkursion zu den Vogelbergen von Vestmanna.
    Ebenfalls besichtigenswert ist der im grandiosen Talkessel von Saksun gelegene alte Museums-Hof Dúvugarðar, bei dem man hautnah erleben kann, wie die Menschen auf den Färöern noch um 1900 lebten.
    ... und wenn Sie dann noch Zeit haben sollten: Im SMS-Center zu Tórshavn gibt es excellente Shopping-Möglichkeiten!

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Auto fahren (2)

Ist es günstiger, zu fliegen und dann einen Leihwagen zu mieten oder lieber gleich den eigenen PKW mit der NORRÖNA mit zu nehmen?

    Das Mieten eines Autos auf den Färöern ist eine durchaus kostspielige Angelegenheit, vor allem, wenn man das Fahrzeug bei den "Großen" am Flughafen Vágar anmietet. Es ist dabei mit Tages-Preisen von etwa 100 EURO zu rechnen. Einige kleinere Anbieter machen es erheblich günstiger, z.B. Car-Rent oder UNICAR.
    Dennoch: Besonders wenn man zu mehreren Personen unterwegs ist, lohnt sich die Mitnahme des eigenen PKW auf der NORRÖNA. Die Kosten haben sich spätestens nach einer Woche amortisiert.

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Busse / Verkehrsnetz

Fahren Linienbusse auf den Färöern und kann ich vielleicht innerhalb von 14 Tagen die Färöer auch ohne eigenes Auto erkunden ?

    Auf den Färöern existiert ein sehr gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln. Was nicht mit dem Bus angefahren werden kann, wird durch Fähren und Hubschraubern angefahren bzw. angeflogen. Der Hubschrauber ist auf den Färöern ein ebenso normales öffentliches Verkehrsmittel wie der Bus oder die Fähre. Hier kommt man halt mal eben auf eine Tasse Kaffee vorbeigeflogen.
    Dennoch gilt: Man kann die Färöer weder mit noch ohne PKW innerhalb von 14 Tagen so erkunden, dass Sie das Gefühl haben werden: "Jetzt kenne ich alles!"
    Sicherlich ist der PKW sehr hilfreich, vor allem dann, wenn sich herausstellen sollte, dass an anderer Stelle der Inseln das Wetter besser ist als da, wo man sich gerade befindet.
    Entlegene Gebiete lassen sich dagegen überhaupt nur ohne PKW erreichen, und zwar oft mit dem Post-Boot oder eben dem "Tyrlur", dem Hubschrauber. Für die optimale Planung ist der Ferðaætlan (Fahrplan) vonnöten, der bereits am Flughafen erhältlich ist.
    Tipp: Besonders schöne Bergwanderungen lassen sich oftmals so optimal angehen: Man stellt das Auto am Ziel ab und fährt von dort mit dem Linienbus zu einer Haltestelle in der Nähe des Beginns der Wander-Route.
    Aber anstatt alles auf einmal quasi abhaken zu wollen, ist es sicherlich besser, ein zweites oder drittes Mal die Inseln im Nordatlatik zu bereisen.

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Camping

Gibt es Campingplätze auf den Färöern?

    Auf den Färöern gibt es mehrere (oft allerdings eher provisorische) Campingplätze, die oft einer anderen Unterkunftsteinrichtung angeschlossen sind und deren Räumlichkeiten man auch nutzen kann bzw. muss. Allerdings sollte man zum Zelten ein wirklich wasserdichtes und vor allem sturmfestes Zelt haben. Auch sollte einem ein solches Wetter nichts ausmachen. Denn Sturm und heftige Regenfälle sind auch im Sommer möglich, wobei die Temperatur dann oft unter 10°C liegt. Wohnwagen und Wohnmobile können nicht alle Campingplätze anfahren, da manche nur für Zelte ausgelegt sind. Einen Überblick erhält man am besten beim Färöischen Campingverband, "Camp Sites" anklicken - oder besser noch auf der Homepage von LB camping ! (Adresse: Lars Bisgaard, Garðsenvegur 23, Fo-420 Hósvík, Faroe Islands, Tel. 00 298 583555)

    ACHTUNG! Das Zelten in der freien Landschaft ist absolut verboten (es sei denn, der Grundeigentümer hat es gestattet). Auch darf man nicht außerhalb der Campingplätze im Wohnwagen oder Wohnmobil übernachten!

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Haustiere

Darf man bei Reisen auf die Färöer Haustiere mitnehmen?

    Obwohl seit dem 1. Januar 2004 der Europäische Heimtierausweis für die Haustiereinfuhr nach Dänemark ausgestellt werden kann, gilt diese Regelung nicht für eine kurz- oder mittelfristige Einfuhr von Haustieren auf die Färöer.
    Mit anderen Worten: Man darf seinen (vierbeinigen) Liebling leider nicht im Urlaub auf die nordatlantischen Inseln mitnehmen. Die permanente Einfuhr von Haustieren auf die Färöer durch Personen, die ihren Wohnsitz auf den Färöern haben, ist unter bestimmten Umständen erlaubt.

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Spektakuläres

Gibt es spektakuläre Besonderheiten auf den Färöern?

    Erwähnenswert sind vor allem die Berge. Obwohl es sich - rein der Größe nach gerechnet- auf den Färöern um ein Mittelgebirge handelt, gibt es doch Einzigartigkeiten:
    Vom Slættaratindur kann man die ganzen Inseln überblicken, selbst Suðuroy im Süden ist zu sehen. In der anderen Richtung, Richtung Norden, kann man normalerweise nur das Meer sehen. Es gibt aber manchmal eine Ausnahme, dann nämlich, wenn die Sicht richtig gut ist. Das heißt: Wenn die Luft über dem Nordmeer ganz klar und trocken ist, kann man den 550 km entfernten Gletscher Vatnajökull auf Island sehen! So steht es sogar im Guinessbuch der Rekorde als die größte Sichtweite der Welt.
    Eine andere Besonderheit der färöischen Berge sind die nördlichen Vorgebirge, die Kaps Kunoyarnakkur und Enniberg, die als die höchsten Europas, wenn nicht der Welt gelten!

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Unterkunft

Ich möchte gerne eine gute und günstige Unterkunft haben. Wann und wo muss bzw. kann ich buchen?

    Die Färöer verfügen über zahlreiche Unterkünfte von einfach und billig bis gehoben und teuer. In der ersten Kategorie sind die Jugendherbergen zu nennen, in der zweiten die Hotels. Dazwischen liegen die Privatquartiere.
    Eine Empfehlung zur Buchung können wir nicht aussprechen, da möchten wir zwecks eigener Recherche auf die entsprechenden Links im "Web-Weiser" verweisen. Es kann aber gesagt werden, dass es durchaus möglich ist, sich erst vor Ort nach einer Unterkunft zu erkundigen. Eine Fahrt "auf's Geratewohl" ist gerade für diejenigen reizvoll, die es etwas abenteuerlicher lieben.

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Walfang

Mir ist eine Email mit Bildern zugesandt worden, die zeigen, wie man auf den Färöern immer noch Wale grausam tötet.
Wie kann man so etwas nur gut finden?

    Hier muss man zunächst mit einem Missverständnis aufräumen: Die immer wieder von verschiedenen Organisationen gestarteten Kampagnen gegen das Töten von Grindwalen auf den Färöern rechnen damit, dass die Empfänger solcher Emails nicht wissen, dass Kleinwale, vor allem der Grindwal, in ihrem Bestand (man schätzt ihre Zahl zur Zeit weltweit auf 800000 bis 1 Million Exemplare) ganz im Gegensatz zu den Großwalen, weil sie auf offener See von Spezialschiffen aus systematisch aufgespürt werden, überhaupt nicht gefährdet sind. Die auf den Färöern gefangenen Wale werden aber nicht auf offener See gejagt (wie übrigens in der Karibik), sondern nur dann "eingekesselt", wenn sie sich in der Nähe einer sogenannten "Walbucht" gewissermaßen verirrt haben. Das nun in "Handarbeit" zu erledigende Töten der Meeressäuger im seichten Uferwasser muss möglichst effektiv und schnell vor sich gehen, damit der Todeskampf der Tiere nicht unnötig in die Länge gezogen wird. Die schnellste und damit schonendste Methode ist das blitzschnelle Durchtrennen der Hauptschlagader, bei dem dann natürlich eine gewaltige Menge Blut ins Wasser strömt und es so abschreckend rot einfärbt. Das so oft als "rauschhafte Mordlust" beschriebene Verhalten der Walschlächter ist somit mehr als irreführend, da jedes andere Verfahren die Tiere erheblich mehr quälen würde.

    Zum zweiten Teil der Frage: Ich persönlich finde es auch nicht gut, dass heute noch die Kleinwale gejagt werden. Ich habe daraufhin mehrfach verschiedene Färinger angesprochen, die oftmals so reagierten: "Und was passiert bei euch? Da schlachtet ihr Tiere, die ihr Haustiere nennt und sie damit zu euren Freunden gemacht habt, in Schlachthöfen unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit ab. So merkt dann keiner, dass das zumindest genau so grausam ist wie das Töten der Wale bei uns."

    Das mag nun zwar keine schlüssige Argumentation sein, weil das eine mit dem anderen eigentlich nichts zu tun hat, es macht aber deutlich, dass die Färinger sich durch solche Kampagnen angegriffen fühlen und unter dem Motto "Der getretene Hund bellt" ihre Praktiken als "Kulturgut" verteidigen. Mit anderen Worten: Kampagnen wie z.B. von "Sea Shepherd" müssen ins Leere gehen, weil dann sogar die Färinger, die Zweifel an den hergebrachten Praktiken haben, das als Angriff auf ihre nationale Identität betrachten und in den Chor der sich angegriffen Fühlenden einstimmen.

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Wandern

Ich möchte gerne Wandern. Was muss ich beachten und wie hoch sind die Berge?

    Die Färöer sind zum Wandern sehr geeignet. Die vielen Berge bieten immer wieder neue Aussichten und das Wetter tut sein Übriges, die immer wieder anderen Aussichten zu verschönern. Die Berge sind meist 500 bis 800 m hoch. Der höchste Berg im Norden der Insel Eysturoy ist der Slættaratindur, von dessen Gipfel man auf 882 m über dem Meer eine atemberaubende Aussicht hat. Zu beachten gilt das Wetter! Die plötzlich aufziehenden Nebelbänke sollen auf keinen Fall unterschätzt werden. Wer in eine solche Falle getappt ist, sollte am besten dort bleiben, wo er ist und warten, bis sich der Nebel wieder aufgelöst hat. Schnell aufgezogener Nebel ist meist ebenso schnell wieder verschwunden. In den Bergen kann es von September bis Juni Schnee geben.

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Wetter

Was für ein Wetter herrscht auf den Inseln vor?

    Die Färöer sind die Wetterküche Europas. Hier ziehen die Tiefdruckgebiete auf ihrem Weg nach Nordosten direkt drüber weg, so kommt es oft zu Stürmen, auch im Sommer. Es fällt viel Regen, jedoch ist die Menge von Ort zu Ort unterschiedlich. So schwankt die Niederschlagsmenge von rund 1.000 mm an den trockensten Orten an der wetterabgewandten Seite der Inseln im Osten bis zu über 3.000 mm an manchen Orten auf der wetterzugewandten Seite im Westen. Die Temperaturen sind in Folge dessen sehr mild. Die Färöer haben auf ihrer nördlichen Lage (62° Nord) die höchste Durchschnittstemperatur. Die Temperaturen schwanken zwischen 3°C im Februar und 11°C im August. Die jemals höchste gemessene Temperatur auf den Färöern beträgt 25°C, die tiefste -12°C. Das Meer friert durch den Golfstrom, in dem die Inseln liegen, niemals zu. Im Sommer herrscht oft Nebel, der sich durch die warmen Landmassen und dem kalten Meer bildet. So kann plötzlich Nebel aufziehen und ebenso plötzlich wieder verschwinden. Er kann sich aber auch tagelang halten und den Flugverkehr für Tage aufs Eis legen.

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